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Archiv für Dezember, 2007
Aus einem tiefen Schlaf aufzuwachen – in einer unbekannten Umgebung… das fühlt sich nicht unbedingt gut an. Aber in einem gut gewärmten Wasserbett, in eine flauschige Decke gehüllt, mit sanfter Musik und entspannenden Farblichtvariationen aus der Narkose zu erwachen – das ist schon etwas besonderes.
Am 10.September 2001 habe ich den Entschluss in die Tat umgesetzt – Ich wollte schöne Zähne ! Mir war klar, daß das nicht an einem Tag geschehen wird, und ich habe mich gedanklich auf etliche Behandlungstage eingestellt.
Die Wurzelbehandlung steht in einem schlechten Ruf. Die toten Zähne machen häufig Probleme und müssen nach wenigen Jahren entfernt werden. Das muss aber nicht sein. Es gibt Experten unter den Zahnärzten, die sich ausschließlich mit der Wurzelbehandlung beschäftigen. Der Mehraufwand lohnt sich: Die sorgfältig gereinigten und gefüllten Zähne verbleiben ohne Probleme viele Jahre im Mund.
Für uns ist der Fall schon lange klar: Amalgam gehört nicht in den Mund. Punkt. Dass diese Meinung nicht von allen geteilt wird, wissen wir. Aber wir wissen auch, dass das umstrittene Material Probleme verursachen kann. Probleme, die langsam und schleichend auftreten und erst dann wahrgenommen werden, wenn die Symptome kaum noch zu übersehen sind. Unsere Meinung ist deswegen klar: Wir verwenden es nicht. Als Alternative wird oft Kunststoff (“Composite”) genannt. Auch hier ist aber kein uneingeschränkter Einsatz zu empfehlen. Kleine Füllungen können, gute Arbeit vorausgesetzt, lange halten. Aber bei großen Restaurationen kann trotz größter Mühe kaum verhindert werden, daß sich nach verhältnismäßig kurzer Zeit Spalten bilden und unbemerkt Karies unter der schönen weißen Füllung entsteht. Das liegt an den Eigenschaften des Kunststoffes: Er dehnt sich bei Erwärmung viel stärker aus als der Zahn das tut. Und das führt eben bei großen Füllungen zu Undichtigkeiten. Fazit: Amalgam gibt es bei uns nicht. Kunststoff machen wir gerne dort, wo es sinnvoll ist. Große Zahndefekte reparieren wir professionell mit Keramikinlays oder (Teil-)Kronen, oder wenn Sie es wünschen auch aus Gold.
Selten ist ein Kind wirklich begeistert vom Zahnarztbesuch. Auch die ausgeglichensten Kinder sind zunächst zurückhaltend gegenüber einer Behandlung. Sinnvoll ist es, die Kinder langsam heranzuführen und sie so früh wie möglich einfach einmal mitzunehmen, damit sie Vertrauen gewinnen. Anders ist es beim akuten Problem. Behandlungsunwillige Kinder zwischen drei und sechs Jahren mit akuten Schmerzen müssen zwar behandelt werden, sind aber oftmals nicht dazu zu überreden, den Mund ausreichend lange zu öffnen. Hier hilft die Behandlung unter Vollnarkose. Diese Situation kann dann gleichzeitig dazu genutzt werden, das Kind von allen Karies-Löchern zu befreien. Der große Vorteil ist dabei, daß der Behandler eine höhere Qualität der Zahnfüllungen erreichen kann, da die betreffenden Zähne beliebig lange zugänglich sind und das Material ausreichend lange aushärten kann. Der erfahrene Anästhesist kann auch für Kinder eine sehr sichere, leichte und verträgliche Narkose gewährleisten.
Angst vor dem Zahnarzt bzw. der Behandlung. Vor allem: Angst vor dem ersten Schritt. An dieser Stelle setzt das neue Konzept an. Nicht der Zahnarzt ist der erste Kontakt, sondern ein Spezialist für die sanfte Angstbewältigung. Der Hypnosetherapeut findet gemeinsam mit dem Patienten den optimalen Weg für eine Zahnbehandlung. Zwischen der gemeinsamen Angstaufarbeitung unter Hypnose und der Behandlung unter Vollnarkose gibt es für jeden die richtige Strategie.
Die Angst vor der Zahnbehandlung hat viele Gesichter und zahlreiche Ursachen. Eine Folge davon ist jedoch meist, dass die Zähne darunter leiden, weil ein zunächst kleines Problem nicht behoben werden kann. Hier beisst sich die Katze dann selbst in den Schwanz: Die irgendwann unvermeidliche Behandlung wird zu einem kleinen Drama und der Kreis schliesst sich mit noch größerer Abneigung vor einem erneuten Besuch. Die Vollnarkose (auch “Intubationsnarkose” genannt) ist ein guter Weg aus diesem Dilemma. Ein Anästhesist begleitet den Patienten ins Land der Träume und der Zahnarzt kann viele Probleme an den Zähnen auf einmal lösen. Meist reichen zwei bis drei Narkosen für eine vollständige Sanierung aus. Auch für Kinder gibt es diese Möglichkeit. Dazu erscheint hier ein gesonderter Beitrag. |
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