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Vor etwa sieben Jahren begann der Trend. Besser die Trendwende. Waren doch seit -man möchte fast sagen Jahrhunderten- die Zahntechniker bei fast jedem Zahnersatz auf Metalle angewiesen. Das sollte sich nun ändern. Zirkonoxid heisst das Zauberwort. Die gesamte Dentalindustrie ist mittlerweile auf dieses Material ausgerichtet und es gibt ein gutes Dutzend verschiedene Systeme, die nun auch verhältnismäßig kostengünstig produzieren können. Eine Krone oder Brücke muss nun kein Metall mehr enthalten um stabil genug dem Kaudruck standhalten zu können. Das hat nicht nur gesundheitliche Vorteile sondern sieht auch noch viel besser aus. Kein dunkler Rand schimmert durch, die Transparenz lässt Licht durch die Zahnkronen schimmern wie bei natürlichen Zähnen. Das ist eine sehr feine Lösung, die zu Recht die Frage aufwirft: Wer will denn eigentlich noch Metall im Mund haben ?
Ja, ganz klares “Ja”. Gemessen an der natürlichen Zahnhartsubstanz ist alles andere Mist; kein Ersatz ist so gut wie die von der Natur geschaffenen Zähne. Die Erhaltung der eigenen Zähne ist daher das oberste Ziel. Die regelmäßige Prophylaxe ist ein entscheidender Schritt in die richtige Richtung. Der Haupteffekt der professionellen Reinigung: Ein gutes Mundgefühl und strahlend weiße Zähne. Nebenbei wird das Bewusstsein auf Zahnerhaltung trainiert und die häusliche Zahnpflege perfektioniert.
Immer wieder sieht man Zahnersatz, der zwar in Form und Farbe den Anforderungen entspricht, aber den Patienten trotzdem nicht glücklich macht. Der Grund ist schnell gefunden: Metalle sind nicht immer angenehm. Man sieht dunkle Kronenränder, es gibt allergische Reaktionen und sogenannte galvanische Erscheinungen. Letztere besonders dann, wenn der Patient unterschiedliche Metalle im Mund hat. Wie bei einer Batterie fliesst dann Strom zwischen den einzelnen Elementen. Das ist nicht nur unangenehm, sondern auch gesundheitlich bedenklich. Die Metalle (und zwar die unedleren) lösen sich dabei auf und werden vom Körper aufgenommen. Verhindern kann man das nur, wenn konsequent nur ein einziges hochwertiges Metall verwendet wird. Oder überhaupt kein Metall. Diese sowohl ästhetisch als auch gesundheitlich beste Alternative steht mit den modernen vollkeramischen Systemen seit etwa fünf Jahren für sehr viele Situationen zur Verfügung. Zahnersatz, der nicht nur aussieht wie eigene Zähne sondern sich auch so anfühlt und kein Unbehagen oder gesundheitliche Beeinträchtigungen in sich birgt. Die Stabilität wird dabei durch Hochleistungskeramiken erreicht, die unsichtbar in den Zahnersatz eingearbeitet werden. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Leider wird auch heute noch oft am Material gespart. Auf den zweiten Blick ist es allerdings ein hoher Preis, wenn nach kurzer Zeit festgestellt wird, daß das minderwertige Material nicht vertragen wird oder zu Missempfindungen führt. Und oft ist es nur ein kleiner Mehraufwand, der den Unterschied zum perfekten Zahn ausmacht.
Mist. Meine Tochter (damals drei Jahre) hat mein genetisches Erbe angetreten. Hübsche Zähne mit hübsch tiefen Grübchen. Reinigung auch für den Profi: mission impossible. Das Zahnrelief hat auf der Oberfläche winzige, ampullenartige Vertiefungen, die nicht zu reinigen sind und schnell zu Karies führen. Bei mir selbst hat das damals unzählige Zahnarztbesuche und traumatische Erlebnisse bedeutet – von der “Amalgamschweinerei” mal ganz zu schweigen.
….. sieht es natürlich ganz anders aus. Der -auch Anästhesist genannte- Facharzt für Narkose kennt den Patienten in der Regel nicht so gut wie der Zahnarzt. Das ist schon allein dadurch bedingt, dass der Patient in meiner Anwesenheit eigentlich immer schläft. Sehr angenehm ist es sowohl für mich als auch für den Patienten, wenn er auf mich vorbereitet wurde.
Aus einem tiefen Schlaf aufzuwachen – in einer unbekannten Umgebung… das fühlt sich nicht unbedingt gut an. Aber in einem gut gewärmten Wasserbett, in eine flauschige Decke gehüllt, mit sanfter Musik und entspannenden Farblichtvariationen aus der Narkose zu erwachen – das ist schon etwas besonderes.
Am 10.September 2001 habe ich den Entschluss in die Tat umgesetzt – Ich wollte schöne Zähne ! Mir war klar, daß das nicht an einem Tag geschehen wird, und ich habe mich gedanklich auf etliche Behandlungstage eingestellt.
Die Wurzelbehandlung steht in einem schlechten Ruf. Die toten Zähne machen häufig Probleme und müssen nach wenigen Jahren entfernt werden. Das muss aber nicht sein. Es gibt Experten unter den Zahnärzten, die sich ausschließlich mit der Wurzelbehandlung beschäftigen. Der Mehraufwand lohnt sich: Die sorgfältig gereinigten und gefüllten Zähne verbleiben ohne Probleme viele Jahre im Mund.
Für uns ist der Fall schon lange klar: Amalgam gehört nicht in den Mund. Punkt. Dass diese Meinung nicht von allen geteilt wird, wissen wir. Aber wir wissen auch, dass das umstrittene Material Probleme verursachen kann. Probleme, die langsam und schleichend auftreten und erst dann wahrgenommen werden, wenn die Symptome kaum noch zu übersehen sind. Unsere Meinung ist deswegen klar: Wir verwenden es nicht. Als Alternative wird oft Kunststoff (“Composite”) genannt. Auch hier ist aber kein uneingeschränkter Einsatz zu empfehlen. Kleine Füllungen können, gute Arbeit vorausgesetzt, lange halten. Aber bei großen Restaurationen kann trotz größter Mühe kaum verhindert werden, daß sich nach verhältnismäßig kurzer Zeit Spalten bilden und unbemerkt Karies unter der schönen weißen Füllung entsteht. Das liegt an den Eigenschaften des Kunststoffes: Er dehnt sich bei Erwärmung viel stärker aus als der Zahn das tut. Und das führt eben bei großen Füllungen zu Undichtigkeiten. Fazit: Amalgam gibt es bei uns nicht. Kunststoff machen wir gerne dort, wo es sinnvoll ist. Große Zahndefekte reparieren wir professionell mit Keramikinlays oder (Teil-)Kronen, oder wenn Sie es wünschen auch aus Gold.
Selten ist ein Kind wirklich begeistert vom Zahnarztbesuch. Auch die ausgeglichensten Kinder sind zunächst zurückhaltend gegenüber einer Behandlung. Sinnvoll ist es, die Kinder langsam heranzuführen und sie so früh wie möglich einfach einmal mitzunehmen, damit sie Vertrauen gewinnen. Anders ist es beim akuten Problem. Behandlungsunwillige Kinder zwischen drei und sechs Jahren mit akuten Schmerzen müssen zwar behandelt werden, sind aber oftmals nicht dazu zu überreden, den Mund ausreichend lange zu öffnen. Hier hilft die Behandlung unter Vollnarkose. Diese Situation kann dann gleichzeitig dazu genutzt werden, das Kind von allen Karies-Löchern zu befreien. Der große Vorteil ist dabei, daß der Behandler eine höhere Qualität der Zahnfüllungen erreichen kann, da die betreffenden Zähne beliebig lange zugänglich sind und das Material ausreichend lange aushärten kann. Der erfahrene Anästhesist kann auch für Kinder eine sehr sichere, leichte und verträgliche Narkose gewährleisten. |
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